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Unser Mittagessenlieferant stellt sich vor

Friedberger Allgemeine Zeitung, Artikel vom 28.09.2009

 

Fernküche Forster beliefert täglich 41 Einrichtungen


Aindling „Mmh, lecker“: Schinkennudeln, Schnitzel, Tortellini, Kaiserschmarrn, Spätzle mit Soße - das ist ein Speiseplan, wie ihn die meisten Kinder lieben. Und auf die kommt es an. Denn Marianne und Fritz Forster bekochen mit ihrer Fernküche Kindergärten und Schulen. Rund 1200 Essen mit einem hohen Bioanteil bereitet das Aindlinger Familienunternehmen mit neun Mitarbeitern in Voll- und Teilzeit täglich frisch zu. In drei Touren werden die Menüs dann im Großraum Augsburg von Montag bis Freitag an 41 Einrichtungen ausgeliefert.

Ab 6.30 Uhr wird geschnitten

Bereits um 6.30 Uhr morgens startet der Betrieb in der Großküche in Aindling. Dann heißt es für das Küchenpersonal unter anderem Zwiebeln schneiden, Gurken schälen oder Salat waschen: „Wir versuchen möglichst viel frisch zuzubereiten“, erläutert Fritz Forster. Für das Kaufmännische zuständig, führt der 59-Jährige den Familienbetrieb zusammen mit seiner Frau Marianne Forster (57). Jetzt im Oktober wird die Fernküche, die ursprünglich Firmen in der Region mit Essen versorgte, 40 Jahre alt. Seit 17 Jahren haben sich die Forsters jedoch ausschließlich auf Kindergarten- und Schulverpflegung spezialisiert.

In der Küche gibt Marianne Forster den Ton an. Ihre langjährige Erfahrung ist ausschlaggebend für die Geschmacksrichtung: „Ob man für Kinder oder Erwachsene kocht, ist ein ziemlicher Unterschied“, weiß sie, „der Nachwuchs mag es nur wenig gewürzt und fettarm.“ Sie verwendet deshalb vor allem gängige Küchenkräuter, keine Gewürzmischungen und nur wenige Fertigprodukte.

Bei der Zusammenstellung des wöchentlichen Speiseplans achten die Forsters zudem auf regionale und saisonale Angebote aus biologischem Anbau. Fleisch und Wurst liefert die benachbarte Metzgerei am Tag der Produktion. Salat, Gemüse und Obst, das in der Regel drei Mal in der Woche serviert wird, kommt vor allem aus der Umgebung.

Seit knapp zwei Jahren sind rund 30 Prozent der Zutaten außerdem Bioware: „Derzeit suchen wir einen Biokartoffelbauern, der uns den Tagesbedarf schon geschält anliefert.“ Auch auf Abwechslung legen die Forsters bei der Auswahl der Speisen aus der regionalen Küche Wert: „Innerhalb von sechs Wochen gibt es bei uns in der Regel keine Wiederholungen.“ Auf kulturelle Vorlieben oder religiöse Einschränkungen nehmen die Forsters bei der Essensauswahl ebenfalls Rücksicht: „Statt Kartoffelknödel gibt es bei Bedarf Nudeln, statt Schweinefleisch Pute oder Rind.“ Überhaupt gehen sie auf Wünsche der Kinder immer wieder ein: „Nur Fast Food, wie Döner oder Hamburger, gibt es bei uns nicht.“

Die Forsters haben auch festgestellt, dass viele Kinder von Haus aus verschiedene Gemüsesorten gar nicht mehr kennen, etwa Wirsing oder auch Kohlrabi. Sohn Andreas (29), der ebenfalls in der Küche mitarbeitet, absolviert derzeit eine Ausbildung zum Ernährungsberater. Angedacht ist, dass er zukünftig auch in die Einrichtungen geht und den Kindern gesundes Essen nahe bringt.

Wenig Wärmeverlust

Eine Hauptmahlzeit, teilweise mit Suppe und Nachtisch, ist ab 2,70 Euro zu haben. Am Freitag bestellen die Einrichtungen die Anzahl an Essen, die in der nächsten Woche geliefert werden sollen. Ab 9.30 Uhr gehen ab Montag wieder die ersten Menüs auf Tour, verpackt in speziellen Essensbehältern aus Kunststoff: „Darin verlieren die Speisen nur 1,5 Grad Celsius pro Stunde an Temperatur“, so Forster. Vor Ort halten Schulen und Kindergärten das Essen dann im Wasserbad warm, bis sie das Personal ausgibt und es wieder heißt: „Mmh, lecker.“

Weitere Informationen gibt es in wenigen Wochen im Internet unter

www.fernkueche-forster.de

Was passiert im Krankheitsfall?

Gerade Kleinkinder erkranken häufig. Damit sie schnellstmöglich wieder gesund werden und andere Kinder nicht anstecken, müssen kranke Kinder zuhause bleiben. Erst wenn sie einen Tag fieberfrei sind, dürfen sie wieder in den Kindergarten; bei ansteckenden Kinderkrankheiten ist zudem ein vom Arzt ausgestelltes Attest über die Ansteckungsfreiheit des Kindes vorzulegen.

Geschwisterermäßigung

 

Bei einem Geschwisterkind: 50% Ermäßigung für Geschwisterkind derselben Buchungskategorie, ansonsten 50% Ermäßigung der geringeren Buchungskategorie 

Ab dem 3. Kind: 100% Ermäßigung